"Das Motorradfieber hat mich im Alter von 14 Jahren befallen. Damals sah ich zum ersten Mal eine Honda CBX Sechszylinder durch die Scheibe meines Schulbusses und wusste sofort – so eine will ich auch später mal haben!"
So oder ähnlich fangen wohl alle Motorrad-Biografien an. Wenn man das Glück hatte, sich diesem Traum erfüllen zu können und eines der schönsten und emotionalsten Hobbys der Welt sein eigenes nennt, dann fehlt einem nicht mehr viel zum Glück.
Das kann der Partner aber auch ganz anders sehen: "Wenn du dir nicht bald ein Auto kaufst, dann werde ich mich von dir trennen."
Ok, alles geht nicht, aber für einen kleinen alten Fiesta wird’s vielleicht noch reichen – wenn die CBX-Teile nicht so verdammt teuer wären.
Bald muss der Beruf gewechselt werden und damit man das kostenintensive Hobby weiter finanzieren kann, fällt einem welcher Beruf sofort ein? Zweiradmechaniker - da kann man immens an den Werkstattkosten sparen, so der erste Gedanke. Na ja, der Chef zahlt pünktlich, aber zu wenig und so bleibt nur ein Ausweg: Meister machen und selber Chef werden!
Jahre später, der Fiesta ist schon gegen einen noch jungen Kadett getauscht, zieht das Hobby immer größere Kreise: der Trend geht eindeutig zum Dritt-Motorrad, denn man kann sich überhaupt nicht von irgend einem Motorrad trennen, neue kaufen dagegen ist einfach.
In der Zwischenzeit stehen neben CBX noch CB 750, LC4 600 und ZXR400, halt für jeden Anlass das passende. Und weil die alte Sechszylinder-Dame geschont werden sollte, träumt man schon von der nächsten: CB 1300!
An jeder Geschichte ist was Wahres dran, an unserer zumindest, dass der "Chef" CBX-Fan ist und die Ersatzteil-Preise auch für andere Motorräder nicht immer so sind, wie wir uns das vorstellen. Früher hieß es deshalb noch "Sei schlau, kauf grau", hier und heute würden wir eher sagen: "Ich kaufe lieber ein bisschen mehr, dass ich mal was hab, wenn ich mal was brauch."
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